Dem Körper zu Liebe – Grundlagenausdauertraining / GAT 1

Runner-my-trails-Grundlagenausdauertraining

Trainingsmethoden beim Laufen: Das GAT1 – Training

Bei der Vorbereitung zu einem Wettkampf ist das GA 1 – Grundlagenausdauertraining die wichtigste Trainingseinheit der Woche.

Warum ist die Grundlagenausdauer-Trainingseinheit so wichtig?

Sollte man ein Haus bauen ohne Fundament? So, oder so ähnlich könnte man auf die Frage antworten, ob die Longruns Läufe überhaupt notwendig sind.

Die langsamen und langen Einheiten bereiten einen Athleten in vielerlei Hinsicht auf eine entsprechenden Aufgabe vor. Aber fangen wir mal ganz von vorne an:

Unser Körper braucht Energie um die Anstrengungen eines Wettkampfes zu überstehen, die er im Normalfall aus dem Kohlehydratspeicher unserer Muskeln bezieht. Soweit, so gut! Allerdings ist auch bekannt, dass unsere Kohlenhydratspeicher bei Anstrengung nach ca. 30 – 45 Minuten aufgebraucht sind. Somit ist auch nach dieser Zeit die kurzfristige Energiebereitstellung zu Ende. Ist dies geschehen, wendet sich unser Körper an eine andere verfügbare Energiequelle, den Fettreserven. Klar ist aber auch, dass nach 45 Minuten ein entsprechender Erschöpfungszustand auftritt (der ganz normal ist), da man sich höchstwahrscheinlich im anaeroben Bereich aufgehalten hat.

Energiebereitstellung durch unsere Fettreserven – dank Grundlagenausdauertraining!

Bekommen wir es nun hin, dass, von Beginn an einer jeden Einheit die Fettreserven als Energiequelle dienen, können wir bei Anstrengung länger und effizienter unserem Körper Energie bereitstellen. Unsere Ausdauer wird somit unweigerlich gesteigert. Mit dem Grundlagenausdauertraining haben wir nun die Möglichkeit, die Energiebereitstellung so zu Takten, dass diese durch unsere Fettreserven nicht erst nach ca. 45 – 60 Minuten eintritt, sondern bereits zu Beginn einer jeden Trainingseinheit bzw. Wettkampfes. Diese Optimierung des Fettstoffwechsels tritt allerdings nur ein, wenn wir sie auch trainieren.

Und hier kommt das Grundlagenausdauertraining ins Spiel. Mit den langen Läufen in moderatem Tempo bringen wir unseren Körper bei, die Energiebereitstellung noch früher aus den Fettreserven zu ziehen. Die Folge daraus ist leicht abzuleiten: Ändert sich die Energiebereitstellung hin zu den Fettreserven, können wir länger Laufen und steigern somit unsere Ausdauer. Genau das, was man für einen Halb- bzw. Marathon benötigt.

Schnelle Zeiten durch Grundlagenausdauer?

Ein weiterer positiver Effekt ist, dass wir durch die langsamen Läufe auch ein Stück weit unsere Schnelligkeit für die Läufe steigern. Durch die Long Runs trainieren wir effektiv unser Herz- Kreislaufsystem und senken durch die moderate Belastung von 60 – maximal 70 % der maximalen Herzfrequenz (*so berechnen Sie Ihre Herzfrequenz), unseren Puls. Dies bedeutet, dass pro Herzschlag mehr Sauerstoff zu den Muskeln transportiert wird.

Schaffen wir es, unseren Puls von z.B. 130 auf HF125 bei einem gleichbleibenden Tempo von 6:30min / Km zu senken, was denken Ihr, was mit unserer Zeit passiert, wenn wir das Tempo auf 130 Herzschläge pro Minute steigern?

Richtig, wir werden schneller!

Unser Körper wird uns das Grundlagenausdauertraining danken!

Ein weiterer wichtiger Tipp, besonders für Laufeinsteiger, ist der Fakt, dass sich unsere Gelenke an die kommenden Belastungen langsam gewöhnen können. Mit steigendem Tempo wird auch die Belastung auf die Gelenke steigern. In den langen Einheiten wird unser Körper dann auch auf die anstehenden Strapazen vorbereitet.

Hier wurden nun einige Gründe genannt, warum man also nie das Grundlagenausdauertraining „GAT1“ vernachlässigen sollte. Zusammengefasst: „Eurem Körper zu Liebe“.

 

 

Bilderquelle: Pixabay.

Lizenzmodell: Creative Commons CC0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.